Literaturhinweise

Motivation  – Falko Rheinberg   Verlag Kohlhammer  Grundriss der Psychologie Band 6

Behandelt alle wichtigen Motivationstheorien:  Kurt Lewins Feldtheorie ; Leistungsmotivation ; Machtmotivation ; soziale Motivation. Ich finde ein großartiger Überblick für alle die dem Geheimnis der Motivation etwas näher rücken möchten.

Einführung in die genetische Erkenntnistheorie – Jean Piaget  Suhrkamp Taschenbuch

Darstellung des erkenntnistheoretischen Modells von Piaget. Ich finde auch eine gute Einführung in den Konstruktivismus. Wenn man wissen möchte, warum es so wichtig ist, dass in Lernprozessen und im pädagogischen Raum insbesondere Erfahrungswelten für die Erkenntnisprozesse geschaffen werden müssen, kommt man an Piaget nicht vorbei. Begriffe wie die Transformation, Assimilation oder Akkomodation und deren Funktionen auf unser Lernen sind mir erst nach seinem Studium klar geworden.

Entwicklung der Persönlichkeit – Carl Rogers   Klett-Cotta

Beschreibt in seinem Buch die Persönlichkeitsentwicklung als Prozess in Beziehungen. Eine “hilfreiche Beziehung” ist Voraussetzung für Wachstum und Eigenveratwortung. Immer mehr mache ich die Erfahrung, dass Menschen sich wirklich nur verändern, wenn Sie von anderen wichtigen Personen eine positive Beachtung erfahren. Schaut man sich die vielen schlechten Prozesse, Konflikte oder Stimmungen an, stellt man fest, das in der Regel nicht wertschätzende Beziehungsangebote die Ursachen sind.

Phänomenologie für Einsteiger – Dan Zahavi UTB

Die wohl wichtigste Philosophische Denkweise. Sie verändert die Perspektive auf die Menschen  so radikal, dass wir nicht mehr nach einem objektiven Verhalten hinter einer angeblichen Fassade suchen, sondern den Menschen so akzeptieren wie er uns erscheint. Eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Interaktion mit Menschen besonders auch in Führungs- und Beratungssituationen.

Miteinander Reden 1-3, Friedemann Schulz von Thun -  rororo Taschenbuch

Die Kommunikationspsychologie Schulz v. Thun´s halte ich nach Jahren beruflicher Praxis immer noch für das Beste was es auf diesem Gebiet an Veröffentlichungen gibt. Kaum ein Author hat dieses Themengebiet so nachvollziehbar auf die Praxis heruntergebrochen, so dass auch der psychologisch ungeübte relativ schnell über ein Instrument der Metakommunikation verfügt und anwenden kann. Ich finde das gerade S.v.Thun seinem Anspruch gerecht wird, dass eine Sache einfach, kurz, gegliedert und Stimulant aufbereitet sein muss. Damit umweht ihn nicht so sehr der Wind der überhöhten Wissenschaftlichkeit, was ihn für manchen unattraktiv macht. Schulz v. Thun hat mit seinen “Vier Seiten einer Nachricht” nicht nur ein grandioses Kommunikationsmodell geschaffen, er hat auch mit dem Wertequadrat ein Modell übernommen und bekannt gemacht, das insbesondere an der inneren Haltung der Menschen ansetzt.