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Change IT : systemische Prozessberatung plus IT

Wer sich über mich als Human Touchnologies bzw uns als system work GmbH&Co. KG mal etwas schlauer gemacht hat, wird sich vielleicht über unsere “verwegene” Kombination von systemischer Unternehmensberatung und IT gewundert haben… Nun heute bei meinem täglichen Lauf durch den schönen Vogelsberg ;-) ist mir die Idee gekommen, darüber mal einen etwas anderen Blog-Beitrag in eigener Sache zu verfassen. Und hier ist er nun ;-)

Dazu muss ich etwas ausholen …

Meiner Meinung nach kann man das IT-Geschäft in mehrere Klassen von IT einteilen (alles sehr grob und vereinfacht, und naja möglicherweise etwas willkürlich…) :

  • Mitmach-Web (Web 2.0) : Meist -zumindest am Anfang- kostenlose Webangebote, die Unmengen von Nutzern anziehen, weil sie einfach den Leuten Spaß machen und/oder irgendwie nützlich sind. Bsp.: Twitter, Facebook und viele andere.
    Wenn die Nutzerzahl hoch genug ist, werden sie von der Wirtschaft entdeckt und zu Marketingzwecken genutzt.
    Professionelle Netzwerke wie LinkedIn und Xing sind Varianten davon.
  • E-Commerce : Online-Shops (Amazon & Co)
  • Webseiten: der Webauftritt von Einzelpersonen und Unternehmen zur Selbstdarstellung und Information
  • Das riesige Feld der unternehmensinternen IT um das eigene Geschäft abzuwickeln. Die Domäne der CIOs mit einer Mischung von Infrastruktur und Systemen zur Prozessunterstützung.

Zwischen all diesen Typen gibt es natürlich auch eine nahezu unendliche Menge von Mischformen und Übergängen (Schnitstellen).

In diesem Artikel und mit “Change IT” wollen wir uns nun überwiegend auf den letzten Punkt beschränken : unternehmensinterne IT

Wir sind also jetzt gedanklich in der doch weitgehend geschlossenen Welt eines Unternehmens (Intranet) mit einem Schaufenster nach außen : dem Webauftritt des Unternehmens.

Technisch gesehen gibt es hier zuerst einmal die Infrastruktur mit PCs, Servern, Kabeln und der zugehörigen Software wie Firewalls, DNS, DHCP, LDAP, Mailserver und eine Unmenge anderer Komponenten, die eine funktionierende und sichere IT-Infrastruktur halt so benötigt.

Darauf aufsetzend eine Vielzahl von Softwaresystemen, die die Geschäftsprozesse unterstützen. Ein paar Stichworte hier : ERP (Enterprise Resource Planing) mit den verwandten Bereichen Rechnungswesen und Controlling, Logistik, HR (Human Resources = Personalwirtschaft), CRM (Customer Relationship Management) und vielen anderen Systemen und einer nahezu unbegrenzten Menge von Schnittstellen.

Eine extrem komplexe Welt ! Einer der Hauptplayer hier ist z.B. SAP …

Typischer Fall 1 :

Wenn ein Unternehmen zu irgendeinem Punkt in der Vergangenheit und  getrieben durch einen sehr starken CIO-Bereich einen sog. General-Bebauungsplan erstellt und verwirklicht hat, dann passt das größtenteils auch ganz gut zusammen und funktioniert mehr oder weniger gut. Zumindestens zum Zeitpunkt der Einführung ;-) . Leider aber ändert sich die Welt ständig. Sei es von der organisatorischen Seite her, oder auch von der technischen. Wir haben also immer letztlich Stückwerk, das permanent angepasst werden muss. Davon lebt die interne IT letztlich und ist unverzichtbar. Es sei denn man out-sourced. Dann machen das andere für Geld und die eigenen Daten hat jemand anderer, den wir bezahlen ;-)

Eine solche Situation in einem Unternehmen ist meistens dadurch gekennzeichnet, dass sich dieses Unternehmen fest in der Abhängigkeit von ganz wenigen Anbietern befindet. Typisch : Microsoft und SAP. Das bedeutet, dass man Unmengen an Lizenzgebühren bezahlt, wenig bis gar keinen Einfluss  auf die Weiterentwicklung hat, bei jedem Upgrade wieder Unmengen von Geld in die Hand nehmen muss und meist nur einen Teil des Geschäfts halbwegs gut abdeckt. Es gibt viele Bereiche die wenig bis gar nicht unterstützt werden

Diese Welt findet man meist in Konzernen vor …

Typischer Fall 2:

Es gibt nicht wirklich eine CIO-Abteilung und die Geschäftsprozesse werden durch eine historisch gewachsene Landschaft von mehr oder weniger gut geeigneten Einzelsystemen abgedeckt. Es gibt viele Schnittstellen, die oft  nur unvollständig bis gar nicht technisch unterstützt werden. Die Folge ist meist redundante Datenhaltung und viel Handarbeit um Daten von einem System in ein anderes zu übernehmen. Sehr resourcenintensiv und fehleranfällig.

Viele Bereiche werden auch gar nicht unterstützt und arbeiten dann meist exzessiv mit Excel-Sheets, die hin und her gemailt werden ;-)

Hier gibt es meist sehr viel Verbesserungspotential …

Diese Situation findet sich oft in KMUs (kleine und mittlere Unternehmen).

Veränderungsprozesse im Unternehmen :

Ein Unternehmensberater wird meist geholt, wenn etwas schief läuft und man externe Hilfe und Unterstützung benötigt, um die internen Prozesse zu verbessern. Dabei sieht sich ein solcher Berater das Unternehmen ganzheitlich von außen an und versucht zusammen mit den Beteiligten eine Verbesserung der Situation zu erarbeiten und deren Umsetzung zu begleiten.

Das ganze firmiert unter dem Namen “Change” und ist auch ohne externen Unternehmensberater tägliches Geschäft der Führungskräfte.

Leider wird bei dieser Optimierung der Prozesse durch “Change”-Maßnahmen oft vergessen die unterstützende IT  mit einzubeziehen. Dies führt unweigerlich zu erhöhten Kosten und Performanceverlusten.

Umgekehrt passiert es aber auch oft, dass neue IT-Systeme/ -Verfahren eingeführt werden, ohne wirklich an die Endanwender und Prozesse zu denken. Das führt dann zu Akzeptanzproblemen und damit wieder zu erhöhten Kosten und Performanceeinbussen.

Warum ist das so ?

Ganz einfach : Meist reden Prozessverantwortliche und IT-Verantwortliche ganz verschieden Sprachen. Dies führt zu Missverständnissen oder gar Sprachlosigkeit.  Man geht sich gerne aus dem Weg und schimpft insgeheim – jeder über den anderen ;-)

Ich denke jeder kennt diese Situation von der einen oder anderen Seite aus ;-)

Was ist also zu tun ?

Unternehmens-/Prozessberater und IT müssen einen gemeinsamen und damit wirklich gesamtheitlichen Ansatz wagen. Dazu benötigt man ein gegenseitiges Verständnis und muss zu einer gemeinsamen Sprache finden.

Wir als system worx-Gründer haben dies im Rahmen einer sehr erfolgreichen gemeinsamen Arbeit bei einem großen deutschen Elektrokonzern ;-) ausgiebig geübt und am eigenen Leib erfahren wie kraftvoll, effizient und erfolgreich diese Kombination sein kann. Dies verbindet uns und ist unser gemeinsames Angebot, dem wir den Namen “Change IT” gegeben haben.

Ich denke, wir sind in dieser Kombination recht einzigartig und können Sie damit optimal bei allen Veränderungsvorhaben in Ihrem Unternehmen unterstützen. Und dies gleichermaßen bei IT-Veränderungen, wie auch bei rein organisatorisch, prozessgetriebenen Maßnahmen/Change-Projekten.

Ich hoffe ich konnte damit erklären, warum wir uns zu dieser “verwegenen” Kombination von systemischer Unternehmensberatung und IT zusammengefunden haben :-) .

Ich würde mich über Kommentare zu diesem Thema sehr freuen und hoffe auf eine angeregte Diskussion.

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