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INTEGRAL LEADERSHIP – realistisch inspirieren

Integral Leadership beschreibt die Kraft und den Erfolg,  mit dem Unternehmen ihre Interessen und Absichten vorantreiben. Das Ergebnis lässt sich an der Vitalität, Intensität und Geschwin- digkeit von Arbeits- Veränderungs- und Innovations-prozessen erfahren und messen. Nur wenn es den Führungskräften eines Unternehmens gelingt, sich selbst und ihre Mitarbeiter für die gemeinsamen Ziele zu begeistern und immer wieder aufs Neue zu engagieren, entsteht Innovation und nachhaltige Überlebens- fähigkeit von Unternehmen im 21. Jahrhundert. Diese spezielle, unter- nehmenstypische Kombination aus hoher Leistungsbereitschaft und Schaffensfreude aller Beteiligten erzeugt eine Hochleistungsorganisation, die einerseits von jedem Mitarbeiter Bestleistung fordert andererseits als zentraler Ort für die persönliche Weiterentwicklung erlebt wird.

Wirkungsvolle Entwicklungsprogramme für Integral Leadership ermöglichen daher verantwortlichen Führungskräften und Unternehmensleitungen, sowohl die persönliche Inspiration zu entdecken als auch ihre Fähigkeit zu entwickeln, sie auf andere, besonders die Mitarbeiter zu übertragen. Solche Führungskräfte erzeugen eine gleichgerichtete Motivation der Unternehmensgemeinschaft und schaffen damit die Voraussetzung für selbstorganisierende Prozesse. Durch geeignete Methoden und Werkzeuge lässt sich diese inspirierende Kraft effektiv unterstützen und in wirksame Strukturen und Abläufe integrieren. Integral Leadership stellt folgende Elemente in einen Wirkungszusammenhang:

a) Selbstcoaching

Ziel effektiven Selbstcoaching ist die persönliche Inspiration der Führungskraft. Auf dieser Ebene zu führen, bedeutet  selbst Motivationsquelle für andere, Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner zu sein. Inspiration oder ‚ansteckende Begeisterung’ entsteht auf der Grundlage eines authentischen Bewusstseins für die positive(n) Absicht(en) im eigenen Leben. Sie enthält also die ganz persönliche Antwort darauf, wozu man als einzelner Mensch auf diesem Planeten ist und was man zu seiner positiven Entwicklung beitragen will. Persönliche Inspiration besteht somit aus einer leidenschaftlich vertretenen Aufgabe, die Kopf und Herz verbindet und ist ein Traum davon, wie die Dinge vielleicht sind, wenn die jetzigen Probleme nicht mehr existieren.

Eine Lebensaufgabe kann nur im Inneren ihres Schöpfers (creator) erkannt werden, niemals ausschließlich von außen übernommen werden. Sie steigt aus einem bereits vorhandenen, tiefen Wissen (Intuition) empor, dass die Erfüllung dieser ganz speziellen Aufgabe die Welt, oder einen Teil von ihr, verbessern kann.

Leidenschaftlich vertretene Lebensaufgaben wirken magnetisch auf andere Menschen (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Partner), denn die meisten sehnen sich ebenfalls nach einer sinnstiftenden Form ihrer Lebensgestaltung. Lebendige Inspiration lädt andere Menschen dazu ein, sich damit zu verbünden und sich den folgenden Herausforderungen mit Kreativität und Ausdauer zu stellen.

Wesentliche Fragen zur Klärung der persönlichen Inspiration sind: • Was will ich in dieser Welt erschaffen? •  Was soll dann mehr bzw. weniger in der Welt sein? •  Welcher Unterschied entsteht? •  Was ist mein besonderer Beitrag dafür? • Welche besonderen Talente habe ich, um diesen Beitrag leisten zu können? (vgl. auch: Bewusstseinsentwicklung 

b) Schattenintegration¹

Die Verwirklichung einer Lebensaufgabe ist jedoch, wie es die freudvolle Inspiration zunächst anzeigt, meist kein ganz einfacher Spaziergang. Häufig erscheinen auf dem Weg Hindernisse, die sich bei genauerem Hinsehen vor allem als persönliche, innere Barrieren darstellen. Solche inneren, meist unbewussten Hindernisse, auch ‚psychologischer Schatten’ genannt, sind bei fast jedem Menschen vorhanden. Sie entstehen auf dem Weg zwischen Anpassung und Rebellion, also während der Sozialisation vom Kleinkind zum jungen Erwachsenen.  Im Dilemma zwischen beiden Polen werden in dieser Zeit immer wieder Erfahrungen verdrängt, weil sie sich momentan nicht bewusst integrieren lassen. Um die persönliche positive Absicht in die Welt zu bringen, müssen jedoch die wesentlichen Verdrängungen reintegriert werden. Denn oft stecken gerade in den verdrängten Bewusstseinsinhalten die besonderen Talente eines Menschen und sind daher, in bewusster Form, für die Verwirklichung der eigenen Lebensaufgabe unbedingt notwendig.

Der Weg der persönlichen Inspiration erfordert ein persönliches Versprechen (Commitment). Da der genaue Verlauf des Weges jedoch nicht im Voraus bekannt ist, erzeugt dieses Commitment automatisch Unsicherheit und Furcht vor Unbekanntem. Die Verweigerung bzw. Verdrängung dieses Versprechens ist daher meist der Beginn des Weges zur Verwirklichung der persönlichen positiven Absicht und der persönlichen Inspiration. Sie drückt sich in Gedanken oft in Form von ‚Ich warte bis, die richtige Zeit kommt, …ich genügend Geld habe, ….ich in Rente gehe, …das Schicksal mir eine günstige Gelegenheit bietet’ aus. Tatsache ist jedoch, dass diese Zeit nie kommen wird, denn sie muß, als Ausdruck des Commitments, bewusst geschaffen werden.

Je stärker und konsequenter ein Menschen seine positive Absicht und Inspiration in sein Unbewusstes, also seinen Schatten verdrängt, desto schwerer fällt ihm das notwendige Commitment. Das destruktive ‚Spiel’ der Verweigerung dauert u.U. solange, bis psychosomatische Störungen oder gar Krankheiten Menschen zum Umdenken zwingen. Schattenintegration, auch wenn sie zunächst als unangenehm und bremsend erlebt wird, hängt daher direkt mit der Verwirklichung von intrinsisch motivierten Lebensaufgaben zusammen. Erst die Bewusstheit für konkrete Inhalte des eigenen Schattens ermöglicht  die ‘Befreiung’ der besonderen Fähigkeiten und Talente eines Menschen.  

c) Die Kernenergie des Unternehmens zum Leben erwecken²        

Nur wenn es gelingt die Kernenergie, das Wesen eines Unternehmens zu erkennen und in Resonanz zur Begeisterung sowohl der Führungsspitze als auch von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern zu bringen, entsteht eine sich selbsterzeugende Dynamik der Innovation und Exzellenz. Die Kernenergie eines Unternehmens ist in folgenden Elementen enthalten und und begleitet alles Denken und Handeln der Beteiligten:

♦ Die Unternehmensmission     

Die Mission eines Unternehmens, also die Beantwortung der Frage ‚Welchem höheren (weiterem) Zweck dient das Unternehmen?’ hängt von dem Stand seiner Bewusstseinsentwicklung (sh. Grafik)  ab. Dieses Bewusstsein wird von der Führungsspitze des Unternehmens geschaffen und steht daher in engem Zusammenhang zur persönlichen Inspiration (sh.  Selbstcoaching). Erst ein bewusstes Zusammenwirken von Inspiration und Unternehmensmission ermöglicht es der Führungsspitze für ihre Absichten und Visionen ein begeistertes Denken und Handeln bei Mitarbeitern, Kunden und Partnern zu erzeugen. Folgende Bewusstseinstufen³ lassen sich für die Entwicklung einer Unternehmensmission unterscheiden, wobei jede weitere Entwicklungsstufe die vorangehenden enthält, dann jedoch nicht mehr als ausschließlichen Fokus: (Grafik zur Vergrößerung bitte anklicken)

 

♦ Der Unternehmenszweck  

Der Zweck des Unternehmens entsteht bzw. entstand als Idee des Gründers, also seiner/ihren positiven Absicht, die er/sie mit dem Unternehmen verfolgen will bzw. wollte. Der Unternehmenszweck ist daher nie ein rein rationaler Prozess, sondern eine Dynamik, die durch den Unternehmensgründer lebendig wurde und die den innersten Kern, die Seele eines Unternehmens ausmacht. Der Unternehmenszweck ist Dreh- und Angelpunkt eines Unternehmens und jeder Prozess, jedes Ziel sollte aus ihm hervorgehen und ausgerichtet sein.

♦ Die Leitwerte       

Beschreiben in kurzer und prägnanter Form, die Einstellungen und das Verhalten, mit dem Unternehmenszweck und Vision in der alltäglichen Praxis umgesetzt werden. Nur wenn die Beteiligten einerseits vom Sinn und Nutzen der Leitwerte überzeugt sind und andererseits die Möglichkeit haben diese auch in konkreten Projekten und Aufgaben praktisch anzuwenden tragen die Leitwerte zu einer selbstorganisierenden Dynamik bei.

♦ Strategische Vision                      

Die Strategische Vision beschreibt in einfacher bildhafter und/oder narrativer Form die konkrete Zukunft des Unternehmens in 3-5 Jahren und stellt dabei auch den Zusammenhang zur Unternehmensmission, dem Unternehmenszweck und den Leitwerten her.

♦ Kernprozesse und Corporate Commitment  

Die Organisationsstrukturen eines Unternehmens gehen aus den Prozessen zur Umsetzung der strategischen Vision hervor. Dadurch lösen sich die traditionellen Grenzen zwischen einzelnen Funktionen, z.B. Entwicklung, Produktion und Vertrieb auf. Ersetzt werden sie durch horizontale und fachübergreifende Teams und Netzwerke, die zu einem bestimmten Zeitpunkt am effektivsten Kundenzufriedenheit ermöglichen (Grafik zur Vergrößerung bitte anklicken).

Corporate Commitment entsteht, wenn jeder einzelne Mitarbeiter einerseits seine Rolle(n) innerhalb dieser Prozessabläufe kennt als auch den Zusammenhang zur strategischen Vision und dem Unternehmenszweck in seine alltägliche Arbeit integriert. Durch team- und kooperationsorientierte Arbeitsweisen als auch durch nachhaltige Potentialentwicklung werden die Mitarbeiter befähigt ihre Rollen für die Umsetzung der gemeinsamen Ziele selbstorganisiert wahrzunehmen.

d) Führungstraining

Ein integrales Führungstraining stellt das Selbst- und Rollenverständnis der Führungskraft als auch ihre Fähigkeit zur systemischen Unternehmenssteuerung und Mitarbeiterführung in einen wirkungsvollen Zusammenhang. Folgende Elemente stehen dabei im Vordergund:

♦ Führungsverständnis                  

Die wesentliche Aufgabe von Führungskräften, besonders der Führungsspitze ist es eine hohe Unternehmensenergie mit leistungsstarken Mitarbeitern und selbstorganisierten Prozessen zu erhalten. Folgende Maßnahmen unterstützen dies:

·  gemeinsame Auszeiten, um alle Elemente der Unternehmensenergie zu reflektieren und zu erneuern

·  Großgruppenveranstaltungen für alle Mitarbeiter, die eine Verbindung zwischen der Unternehmensmission und –zweck und der erlebten Realität herstellt

·  Mitarbeiter dazu ermutigen sich ihrer persönlichen Inspiration bewusst zu werden und sie nach Kräften zu verwirklichen

·  Messen der aktuellen Unternehmensenergie und ausrichten der Führungsstrategien.

♦ Systemische Unternehmenssteuerung   

Um Selbstorganisation als das wesentliche Element von Innovation zu ermöglichen müssen Führungskräfte folgenden Prinzipien im Unternehmen im Denken und Handeln Raum geben:

·  Diversität: vielfältige Kombinationen und Interaktionen von Mitarbeitern aus verschiedenen Unternehmensbereichen und auch mit Kunden und Partnern erhöht die Chance, dass sich daraus Neues ergibt. Besonders geeignet dafür sind fachübergreifende Projekt- und Teamarbeit, B2C-Projekte, Clusterorganisation.

· Ordnung und Chaos: komplexe Systeme entwickeln sich weder in völligem Chaos noch in völliger Ordnung am besten weiter, sondern wenn sie sich ‚am Rande des Chaos’ befinden. Für diesen instabilen  Zustand braucht es Ordnung und es braucht Möglichkeiten dafür, dass unerwartet Neues entstehen kann. Die richtige Balance zwischen Ordnung und Chaos erhöht den Spielraum für Kreativität und die Chance für Innovationen.

· Vernetzung: Kreative soziale Systeme sind dicht vernetzt, die einzelnen Teile also vielfältig miteinander verbunden. Der Sinn liegt vor allem im Austausch von Informationen, dichte Vernetzung fördert diesen Austausch und trägt dazu bei, dass neue Impulse verbreitet werden und den Anstoß zu Entwicklungen und Innovationen geben.

♦ Mitarbeiterführung      

Motivierende Mitarbeiterführung bedeutet vor allem, möglichst allen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben ihre persönliche Inspiration und Begeisterung (wieder) zu finden (s.a. Selbstcoaching). Der wirkungsvollste Hebel dafür ist das Bewusstsein des Einzelnen für seine ganz persönliche Lebensaufgabe. Die Investition in diesen Bewusstwerdungsprozess kann später viele Kosten für Verhaltenstraining u. –coaching einsparen, denn ein intrinsisch motivierter Mensch sucht selbständig nach geeigneten Wegen. Hilfreiche Methoden für Führungskräfte, das “Feuer” des Einzelnen zu erhalten sind

· Mitarbeiterentwicklungsgespräch (≠ Leistungsbeurteilung!)  

· Talentmanagement

· Teamentwicklung und Konfliktklärung auf allen Führungsebenen

Gemeinsam mit unserem Partner Chateauform präsentieren wir am 25. und 26. Februar 2011 auf Schloß Ahrenthal unser Programm INTEGRAL LEADERSHIP. Gerne laden wir Sie ein: info@systemische-kommunikation.com

 

¹ vgl. Stephen Gilligan, The Hero’s Journey, Crown House Publishing, 2009 and Robert Dilts, DVD The Hero’s Journey, Cologne 2010

² vgl. Matthias zur Bonsen, Leading with Life, Gabler, 2009

³ vgl. Richard Barrett, Libarating the Corporate Soul. Building a Visionary Organization, Butterworth-Heinemann, 1998, 2006

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