News & Trend Blog von HGO Gedanken zu Veraenderungen – powered by system-worx Blogs

8Feb/110

Veraenderungen – aber was aendert sich eigentlich?

Seit einiger Zeit wird darüber diskutiert, inwieweit die Veränderungen im Internet, auch WEB 2.0 genannt, Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben.

So werden vielfach neue Geschäftsmodelle im Bankenumfeld aufgezeigt - in Deutschland ändert sich aber - wenn überhaupt - nur sehr langsam das Geschehen. Man gewinnt als "Aussenstehender" den Eindruck, daß die Kreditinstitute hierzulande mit anderen Dingen beschäftigt sind.

Ähnlich ist es auch im Handel. Selbst wer heute den größten Gegenstand eines privaten Haushaltes, ein KFZ kaufen will, stellt erstaunt fest, das der "Kunde" eher einem Bittsteller ähnelt, denn einem "König": Anfragen über Kommunikationswege (Telefon, Mail, Brief) sind völlig erfolglos. Ein Besuch im Autohaus läßt erkennen, daß trotz Umsatzrückgang der Hersteller, die Möglichkeit ein Fahrzeug probezufahren an Nichtverfügbarkeit eines Vorführwagens scheitert. Auch bei den Firmenkunden (offensichtlich die größeren Abnehmerschar) gibt es derzeit kein Fahrzeug. Was wollen eigentlich die Kunden? Scheinbar nicht das, was die Anbieter erwarten, oder?

Erstaunlicherweise müssen - wenn es nach den Medien geht - die Arbeitnehmer (auch manchmal Kunden genannt) sich schnell anpassen, wenn Sie ihre Arbeitskraft anbieten. Für die Arbeitgeber oder Anbieter scheint das nicht im gleichen Maße zu gelten.

Warum eigentlich nicht?

HGO

31Jan/110

2011

Dieser Tage verstarb Daniel Bell ( 1919 - 2011).

Bell war einer der  Soziologen, der sich mit der Veränderung der Gesellschaft ("die nachindustrielle Gesellschaft") im Hinblick auf Dienstleistung beschäftigten. Als wesentliches Merkmal der Zukunft bezeichnete er das Wissen.

In den letzten Jahren hat seine Vision deutlich an Richtigkeit gewonnen. Sein Buch ist sehr lesenswert.

:-)

12Nov/100

30 Jahre Online-Banking in Deutschland

Heute gab es einen interessanten Artikel auf Heise online*:

Mit der Einführung von BTX kam auch Online-Banking! Mein erstes Modem (1200 baud) (1993) kam von meiner Bank (via 1+1) und funktionierte jahrelang zuverlässig. Die Sicherheit war wohl auch besser (point-to-point), die Geschwindigkeit ausreichend. Würde heute wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Die damaligen Kritiker (wird sich in Deutschland nie durchsetzen) werden sich an ihre Äusserungen vermutlich auch nicht mehr errinern!

HGO

* siehe files.me.com/ockelmann/ww2erd / Quelle: Heise Online 12-11-2010

3Nov/100

Prozesse veraendern sich – Vertriebswege auch

Es gibt immer noch Vorbehalte gegenüber Geschäften im Internet. Und in der Tat ist der Freiraum, den das Internet bietet auch von undurchsichtige Kräften durchzogen.

Aber das Wirtschaften im Internet ist auch zum bestimmenden Faktor geworden: so hat die Bosten Consulting Group für Großbritannien* ermittelt, daß bereits mehr als 7% des BSP ( ca. 100 MRD BP) mit oder durch das Internet erwirtschaftet werden. Und dies sind durchaus Dinge des tägliche Lebens, sodaß die Prognose für 2015 davon ausgeht, daß mehr als 15% des englischen Wirtschaftsvolumens via Internet zustande kommt.

Besonders interessant: Unternehmen mit intensiver Internet-Nutzung wachsen schneller (> 4 %) als die mit geringer Nutzung (< 1%)!

Vermutlich sind die Zahlen in Deutschland nicht ganz so "intensiv", aber dies zeigt deutlich, wohin der Weg gehen wird.

HGO

*  " eine Nation von digitalen Händlern" aus NZZ Online vom 28.10.2010

1Nov/100

Veraenderungen schleichen sich an…

Seit einigen Jahren fotografiere ich mit digitalen Kameras. Die ersten Fotos wurden noch auf Fotopapier übertragen (= entwickelt). Aber nach einiger Zeit wurden die Bilder nicht mehr auf Papier realisiert, sondern (nur noch) auf Datenträgern gesichert. Und am Bildschirm angeschaut. Inzwischen haben selbst kleinste Geräte zum Fotographieren (selbst Produkte deren primäre Aufgabe es ist,  telefonieren zu ermöglichen) eine Qualität erreicht, daß der Alltagsknipser voll zufrieden sein kann, wenn er seine Fotos via elektronischem Bilderrahmen an die Schwiegermutter weitergibt.

Mit akustischen Konserven ist es ähnlich gegangen: war in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts die CD die Errungenschaft der Zukunft so werden inzwischen nur noch sehr viel weniger Silberscheiben verkauft. Heutzutage lädt man/frau seine Musik aus dem Internet! Wenn ich meine Musik-Wandler anschaue, dann überwiegt hier auch eindeutig die Computertechnik: Das (Internet-)Radio arbeitet mit UNIX, der DVD-Recorder sowieso und die Musik ist schon seit Jahren auf einem kleinen Kästchen gespeichert, daß - wie altmodisch - noch eine Festplatte zum Datenspeichern hat! Große, schwarze Platten (.. ein Plattenspieler wurde erneut angeschafft!) und die kleinen silbernen Scheiben fristen nur noch ein Schattendasein im Schrank!

Allerdings gibt es auch so gut wie keine "Fotogeschäfte" mehr - wozu auch. Dergleichen gilt für "Plattenläden". Maximal die großen Handelsunternehmen bieten noch CD´s an. Und den "Ausdruck" der Fotos macht der Tintenstrahldrucker zuhause bzw. der Drogeriemarkt nebenan.

Und unsere Arbeitsprozesse? Es quält sich immernoch eine gewaltige Blechlawine morgens ins Büro und abends zurück. Und obwohl  heutzutage jeder (!) ein Mobil-Telefon hat, bezahlen wir immernoch mit Bargeld! Und es soll ja noch Menschen geben, die beziehen noch eine Tageszeitung, aus Papier!

Aber das Automobil lassen wir uns nicht nehmen. Oder hat da der Computer auch schon die Kontrolle übernommen? Ich habe neulich erlebt wie die Werkstatt ohne Ergebnis des Diagnose-Computers völlig hilflos war. Hoffentlich geht es den Werkstätten nicht eines Tages so, wie vor Jahren den Reisebüros - Sie errinnern sich vielleicht, das waren Händler die Reise-Tickets verkauft haben....

:-)

21Sep/100

TREND

Unlängst habe ich einen Artikel gelesen, demzufolge für junge Leute (bis 30 Jahre Lebensalter) heutzutage ein schickes Mobiltelefon bzw. ein entsprechender Computer wichtiger ist als ein Auto.

Nun hat dieser Trend - beeinflusst durch die Wirtschaftskrise - auch die letzte Bastion der Marktwirtschaft erreicht: die Immobilie! Bedingt durch die Veränderungen der ökonomisch geprägten Lebensbedingungen wird das eigene Haus/Wohnung zum Auslaufmodell:

Das Eigenheim im Grünen war der Traum der Menschen im Industriezeitalter. Sie bleiben oft ihr gesamtes Arbeitsleben beim gleichen Unternehmen und investierten daher einen guten Teil in ihr Haus. Heute ist diese Lebensweise international nicht mehr gefragt. Den schlimmsten Schaden hat die Immobilienkrise nicht unbedingt auf den Finanzmärkten angerichtet, sondern in den langfristigen Wettbewerbsnachteilen, die durch unflexible Arbeitskräfte entstanden. *

Das bedeutet somit:

In der postindustriellen Gesellschaft drängt es die Menschen wieder zurück in die Städte. Sie üben eine starke Anziehungskraft auf junge, mobile und gut ausgebildete Leute aus. Es entstehen so Megaregionen, die mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden werden. In diesen Städten wird das Velo zum Statussymbol dieser neuen Schicht. Auto und Eigenheim verlieren an Anziehungskraft. Stattdessen müssen wir anfangen, sowohl die städtischen Räume als auch die umliegenden Vorortringe klüger zu nutzen, komfortablen erschwinglichen Wohnraum für mehr Mensch zu schaffen und dabei für höhere Lebensqualität zu sorgen.*

* zitiert aus  "Wohneigentum ist doof" - in: www.tagesanzeiger.ch, vom 8. 9. 2010

Erstaunlicherweise gibt es in Deutschland immer noch eine starke Nachfrage nach Bausparprodukten (.. die es in dieser Form wohl auch nur hier gibt). Genau wie dieses Festhalten an "alten" Methoden und Prozessen - die unzweifelhaft früher ihren Sinn gehabt haben, z. B. zum Wiederaufbau nach dem II Weltkrieg - wird diese Einstellung den Anpassungsprozess verlangsamen. Die Globalisierung wird also noch einwenig warten müssen.

HGO

27Aug/100

Wandel in der Kommunikation

Das Ende des Telefons

Heute stand ein interessanter Artikel dazu in "die Zeit" (http://dl.dropbox.com/u/8222539/ende-telefon-internet-email.pdf).

Demzufolge ist die Zahl der Anrufe sowie die Dauer der Gespräche in den letzten Jahren zurückgegangen.

Bei eigener Betrachtung ist diese Analyse richtig: die eigene Gesamtrechnung für die Telekommunikation ist rückläufig - allerdings haben sich auch die Kommunikationswege verändert: man telefoniert nicht mehr sonder VOIPt. D. h. es wird sehr wohl telefoniert, aber nicht mehr mit dem guten (?), alten Telefon sondern zunehmend via Computer. Es handelt sich also um eine Verschiebung.

Außerdem wird die akustische Mitteilung teilweise durch die schriftliche Übertragung ersetzt. Das hat sowohl praktische Gründe (Verfügbarkeit bzw. Lagerung der Information) als auch die im Artikel geschilderten Aspekte der Etablierung eines Mediums, das die Hemmschwelle der Kontaktaufnahme reduziert. Es wird also einfacher? Und was bedeutet dies für das Geschäftsleben?

Und was macht das Drittel der Bevölkerung, das nicht über einen Zugang zur IT verfügt? Und die schätzungsweise 10-15% Schreibunfähigen, die es bei uns gibt?

HGO

19Aug/100

Social Media ?

In der Zeitschrift "die Bank" wurde dieser Tage der (englische) Begriff "social" abgegrenzt: im Zusammenhang mit Bank (social banking) wurde unterschieden nach einem traditionellen Begriff ( i. S. von "Bedienung von Problemgruppen" über Existenzgründungsförderung bis hin zu (besonders) ethischem Handel bei Investments) sowie nach einer neuen Fassung, die im wesentlichen ein gemeinsames Handeln zum Ziel hat (siehe: http://www.die-bank.de/it-und-kommunikation/der-neue-kosmos ).

Im Ausblick wird darüber spekuliert, ob Social Banking eine Weiterentwicklung des Finanzsystems auslösen könnte.

Wenn es sich nicht direkt um die Ausweitung von Gewinnen handelt, ist das (deutsche) Bankwesen eher sehr zurückhaltend in der Anwendung von Neuem - dies kann man auch an der recht zögerlichen Akzeptanz von neuen Medien (Twitter/Facebook) ablesen. Dies gilt aber generell für deutsche Unternehmen. Im Vergleich zu Unternehmen aus Übersee sind die DAX Firmen noch mit der Ausgestaltung der Internetseiten beschäftigt. Blogs sind dann eher "alter Wein in neuen Schläuchen".

Vielleicht sollte etwas mehr Engagement aller Handelnder in der Auseinandersetzung mit den neuen Medien die dringend notwendigen Veränderungen mit sich bringen!

HGO

20Jul/100

Trend

Lesen Sie (gerne)? Haben Sie vielleicht sogar Bücher? Ich auch - sogar eine ganze Menge. Daher interessiere ich mich auch für das elektronische Buch (eBook).

Die möglichen Vorteile sind bestechend: man spart Platz! Und verringert die Staubwolken. Und man(n) muss nicht in die Buchhandlung laufen, sondern kann das gewünschte Werk einfach "runterladen".

Allerdings gibt es auch Nachteile. Man kann es nicht ausleihen. Und was passiert wenn der Strom weg ist? Darüber hinaus ist ein gedrucktes Buch eine "Datensicherung" in sich!

Immerhin verkauft die große Versandbuchhandlung Amazon nach eigenen Angaben (vergl. beisp. NZZ vom 20. 07. 2010) neuerdings mehr eBooks als Hardcover.

In der Tat ist es auch wesentlich leichter geworden, selbst zu schreiben bzw. zu publizieren: zahlreiche Plattformen - z. B. XinXii (www.xinxii.com) oder issuu (www.issuu.com) bieten quasi Jedermann die Möglichkeit einfach zu publizieren. Sebst bei Wikipedia können leicht "Bücher" generiert werden!

Daher wird sich das elektronische Buch auch weiter entwickeln

Ich hoffe trotzdem, daß sein Bruder aus Papier nicht so schnell zum Auslaufmodell wird. Wir sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

HGO

14Jul/100

.. die Zeiten aendern sich ..

Einstellungen auch?


Neulich im Gespräch mit Kollegen:

Ja, das Internet hat viel verändert – nein, mailen tue ich selten … was twitter bewirkt habe ich nicht verstanden … telefonisch bin ich jederzeit erreichbar ! “

Irgendwie ist es immer wieder interessant, wenn die großen IT Macher die neue Zeit beschwören (Computerwoche vom 12. 07. 2010: Steve Ballmer schwört auf Cloud Computing) und gleichzeitig der (N)ONLINER Atlas 2010 verdeutlicht, das ein Viertel der deutschen (= 20 Mio) Bürger das Internet nicht nutzen bzw. gar ignorieren.

Worauf ist dieser offensichtliche Widerspruch zurückzuführen?

Nun, zum Einen auf die Rahmenbedingungen;

A) Technisch: nur etwa die Hälfte der Internetnutzer hat Zugang zu Breitbandnetzen – der Zugriff über analoge Verbindungen ist in der heutigen Zeit indiskutabel (langsam) ! Und: Zugang heisst nicht Zugriff – diejenigen die nur über ihren Arbeitspaltz Zugang haben – und das sind m.e. eine Menge Bürger – verfügen nicht wirklich über eine Nutzungsmöglichkeit.

B) Finanziell: man/frau muss ja nicht nur über eine Datenverbindung (= mtl. Ausgaben) verfügen, sondern auch entsprechendes Computer Gerät, das darüber hinaus noch eine ununterbrochene Wartung benötigt.

C) die Nutzung ist stark abhängig von der Schulbildung (wen wundert es)

Zum Anderen

Wir sind an die Vergangenheit gewöhnt.

Wie heisst es so schön in dem Film „Das Geld anderer Leute“ : Derjenige, der die letzte Pferdepeitsche produziert hat, baute bestimmt die Beste der Welt - aber was hat es ihm genützt? Kohle-Schaufeln hätte er herstellen müssen!

Der Umgang mit dem Telefon ist einfach, warum soll ich ein Mail schicken? Aber rufen mich noch die Leute an, oder twittern sie nur noch!!

Es bleibt einem also wohl nichts anderes übrig, als die Augen aufzuhalten, damit es uns nicht so geht wie den Sauriern ( siehe auch Reisebüros, Buchhändler …) !

HGO

(N)ONLINER Atlas 2010 => siehe .. andere Erkenntnisse