Schlagwort: Systemische Beratung

Der Begriff „systemisch“ meint, dass die Berater keine konkrete Lösung vorgeschlagen, sondern durch gezielte Fragen den Klienten zur Lösung hinführen. Sinn dahinter ist, dass der systemische Berater dem Klienten keine Lösung „anmaßen“ soll, da diese lediglich aus seiner eigenen Wirklichkeit resultiert.
Systemische Beratung definiert sich also als Hilfe zur Selbsthilfe.

Viele Organisationen führen das Business-Partner-Konzept ein, gleichzeitig kommt es aber nicht recht zum Tragen. Der neue Titel der Rollenträger klingt schick und verheißt, früher in Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden. Es soll/darf/muss nun beraten werden, anstatt nur im Nachgang wichtiger Entscheidungen eingebunden zu sein und die operative Umsetzung durchführen zu müssen. Im betrieblichen Alltag bleibt aber trotzdem Vieles, wie es ist. Das frustriert die Business Partner und zum Teil auch ihre Kunden.

Markus Schwemmle und Silke Heerwagen führen in diesem Video eine Learning Conversation zur Veranstaltung „Systemische Business Partner Ausbildung für HR, Controlling & IT „.

Systemische Business Partner Ausbildung für HR, Controlling & IT

Die Ausbildung zum systemischen Business Partner qualifiziert Sie für die herausfordernde Aufgabe. Wir richten aber genauso den Blick
auf die organisationalen Voraussetzungen und Zusammenhänge, die zum Gelingen beitragen. Sie werden befähigt, die Organisation in die
gewünschte Richtung zu gestalten.

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen.

Zur Anmeldung

 

Markus Schwemmle, Silke Heerwagen und Jaakko Johannsen sind Partner bei system worx

Die Ausbildung „Systemischer Business Partner für HR, Controlling & IT“ qualifiziert Sie für die herausfordernde Aufgabe des Business Partner. Wir richten aber genauso den Blick auf die organisationalen Voraussetzungen und Zusammenhänge, die zum Gelingen beitragen. Sie werden befähigt, die Organisation in die gewünschte Richtung zu gestalten.

Weitere Infos zu den genauen Daten und zur Anmeldung finden Sie hier.

Wie man in der Rolle des Business Partner wirksamer werden kann, lesen Sie auch in Teil 1 unseres Whitepapers „Businesspartnerrolle ist implementiert. Wie werde ich wirksam in meiner neuen Rolle?“.

 

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Stell dich nicht an – stell auf!

 

August 2017

Stell dich nicht an – stell auf!

von Dr. Ruth Sander

– so ein Spruch, den mir mein Mann schon vor Jahren „geschenkt“ hat, halb neckend und halb im Ernst, zu Werbezwecken. Schließlich hat er meinen bisherigen Entwicklungsweg als systemische Beraterin miterlebt, ebenso wie meinen Enthusiasmus für die Methode der Aufstellung. In Abwandlung von Watzlawicks „Man kann nicht nicht kommunizieren“: Es gibt nichts, was man nicht aufstellen könnte!
Womit ich mich wohl als begeisterte Befürworterin von Aufstellungen geoutet habe. Trotzdem kamen mir nach der Anfrage, einen Beitrag zu Systemaufstellungen für dieses Buch zu schreiben, und einer schnellen Zusage eine Menge Bedenken: Für wen sollte ich schreiben? Für diejenigen, die die Methode vehement ablehnen? Für die vorsichtig Zurückhaltenden? Die Neugierigen? Die in Ausbildung Begriffenen? Bräuchte nicht jeder von ihnen einen anderen Text?
Eine Kollegin brachte mich auf die rettende, wenn auch gewagte Idee: „Beschreib doch einfach deinen eigenen Weg in Bezug auf Aufstellungen, dann hast du alle Phasen drin!“ Genau das will ich nun auf den folgenden Seiten versuchen.

 

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Dr. Ruth Sander ist Theaterwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Tanz (Jg. 1957), ist systemische Beraterin, Supervisorin, Coach und lehrt dies auch (SG). Spezialität: Arbeiten/Beraten unter Einbeziehung von Körper und Raum, Initiatiorin von politik im raum.

„Der liebe Gott hat uns einen Körper gegeben, damit wir ihn nutzen!“, so im O-Ton Beraterkollege Gunther Schmidt. Ruth Sander ist als Gast-Trainerin im aktuellen system worx Institutsprogramm vertreten. Sie stellt sich und ihren Teilnehmern Fragen wie etwa:

Wie sehr beziehen Sie in Beratungssituationen den Körper mit ein? Wie machen Sie sich den Raum und dessen Dreidimensionalität zunutze? Was ist im Bezug auf Raum und Körper möglich? … in der Einzelberatung, mit Gruppen, mit Teams? Welche Unterschiede machen Timelines, Skalen, Felder, Positionen, der Einsatz von Requisiten, Rollenspielen und Aufstellungen?

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Quelle Foto: © Fotolia

Das Systemische Tool Camp (STC)

Das systemische Tool Camp (STC) dient dazu, die Lücke zwischen systemischer Ausbildung und sicherem Einsetzen systemischer Methoden im Arbeitsalltag zu schließen.

Wir trainieren gemeinsam systemische Tools von den Basiswerkzeugen systemischen Arbeitens wie Auftragsklärung, Hypothesenbildung und Fragen bis hin zu speziellen Techniken wie Externalisierung, Aufstellung oder Genogrammarbeit.

0:34 Zielgruppe
1:27 Was ist das Systemische Tool Camp
1:48 Die Bausteine (Themen)
2:00 Methoden
2:30 Wie oft, Wann, Wo & mit Wem?

Der vierte Durchgang des Tool Camps startete am 06. Oktober 2017 im system worx Institut in Unterföhring bei München.
Der Einstieg ist monatlich möglich.

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

 

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10 bewährte isb-Konzepte

Als Lehrtrainer an unserem Partnerinsitut, dem Institut für systemische Beratung Wiesloch (isb), ist Markus Schwemmle vertraut mit isb-Konzepten, die sich bewährt haben.

Zehn dieser bewährten Konzepte stellt er in diesem Video vor:

01:30 Rahmenklärung und Kontrakte mit den Entscheidern
04:24 Möglichst wenig Treibhauseffekte
07:18 Realistisch getimtes und umsichtiges Vorgehen
09:06 Kristallisierendes Vorgehen & Probeinszenierungen
14:05 Multiplikationsfähigkeit sichern
15:58 Komplexitätsreduzierendes Vorgehen
18:38 Transferprobleme minimierendes Vorgehen
20:50 Reifegrade von Individuen & Organisationen berücksichtigen
23:10 Ressourcen schonendes Vorgehen
25:27 Kulturprinzipien in allen Teilprozessen sichern

Möchten auch Sie sich mit den isb-Konzepten vertraut machen und sich in Ihrer Arbeit in der PE, OE, Beratung und Coaching systemisch ausrichten?
Hier finden Sie Informationen zu den Curricula, die wir als Partnerinstitut des isb im system worx Institut anbieten.

 

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Interview: Solution Focused Feedback (SFF)

Februar 2017

Solution Focused Feedback, das lösungsorientierte 360°-Feedback Tool von system worx als Startimpuls für ein Coaching
von Friederike Stockmann

Friederike Stockmann ist von system worx zertifizierte Beraterin für die Durchführung des Solution Focused Feedback Tools. Im Rahmen einer Coaching-Anfrage sollte sie „etwas zu Diagnostik und Persönlichkeitsentwicklung machen“. Hintergrund war, dass der Coachee – Mitarbeiter eines internationalen Unternehmens – eine wichtige Position (Standortleitung) innerhalb dieses Unternehmens übernehmen soll. Nach ausführlicher Auftragsklärung schlug Frau Stockmann ihrem Kunden unser Solution Focused Feedback-Tool vor. Das Tool ist im Arbeitsalltag effizient einsetzbar und wird oft als „hands on“ beschrieben. Die Durchführung des Solution Focused Feedback wurde sowohl vom Coachee als auch vom Vorgesetzten begrüßt.

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Solution Focused Feedback ist ein 360° Feedback-Instrument für Führungskräfte, das mit einer systemischen und lösungsorientierten Herangehensweise arbeitet. Es macht Führungskräfte ihre eigenen Ressourcen bewusst und zeigt auf wie sie diese gewinnbringend in ihrem Unternehmen einsetzen. Der Fokus liegt auf Stärken und Fähigkeiten und nicht auf Defiziten. Das Gelingen steht im Vordergrund.

Die Zertifizierung erlaubt Ihnen das Solution Focused Feedback Instrument eigenständig im Markt anzubieten und mit Ihren Kunden durchzuführen. Als zertifizierter SFF Coach gilt, wer sich im Rahmen eines Zertifizierungsworkshops im system worx Institut dazu hat ausbilden lassen.

 

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Quelle Foto: © Veronika Völler

 

 

Regie-basierte Organisationsberatung

März 2016

Regie-basierte Organisationsberatung
von Jaakko Johannsen

Veränderungsvorhaben in Unternehmen werden oft von externen Organisations-Beratern begleitet. Üblicherweise variiert die Anzahl der Beratungstage und damit die Beratungskosten nach Größe und Dauer des Vorhabens. So werden Vorhaben und Change-Projekte „runtergerechnet“, insgesamt unterdimensioniert aufgesetzt und vom Budget her unterausgestattet, was oft zum viel zitierten „Scheitern“ von Projekten beiträgt. Ein Aspekt, der wesentlichen Anteil hat, wird oft nicht gesehen: Die innere Haltung des Beraters und seine eigene Steuerung. Die Theatermetapher als Metamodell zur inneren Steuerung des Organisationsberaters möchte ich in diesem Papier näher beleuchten und das Konzept der regie-basierten Organisationsberatung an zwei Beispielen erhellen.

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Bildquelle: system worx GmbH

Was das Schwierige schwierig macht…

November 2014

von Uwe Lockenvitz

Buchartikel aus dem Buch „Systemisch beraten und steuern live – Modelle und Best Practices in Organisationen“ (2009)

 

…am Beispiel einer Teamentwicklung in Verbindung mit der Integration einer „schwierigen“ Mitarbeiterin

So wie Sie Ihr Problem/das Problem Ihres Teams sehen ist es genau richtig…!
Können Sie es auch anders sehen???

Eröffnete sich so die Möglichkeit zu denken:

So wie Sie handeln ist es richtig – können Sie auch anders handeln?

Diesen Gedanken in meine tägliche Arbeit einzubauen und immer wieder auf’s Neue zu suchen: wie könnte die er-löste Variante dieser Frage lauten oder aussehen lockte mich wach zu sein und jede Grundannahme auch selbst immer wieder neu zu hinterfragen.

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Systemisch fragen: Spiegeln

Juli 2013

Bild: digitalstock.de

Spiegeln: Wenn ich Sie richtig verstanden haben, dann…?

Das Spiegeln ist eine Grundfragetechnik im Beratungsgespräch und dennoch fällt sie, da man den Klienten im Redefluss der Problemschilderung unterbrechen muss, dem ein oder anderen Berater schwer.

Während der Klient sein Anliegen, sein Problem schildert, unterbricht der Coach und fasst das vom Klienten Geschilderte zusammen. Dabei hat er die Möglichkeit das Verstandene in eigenen Worten zu beschreiben oder sehr nah an der Wortwahl des Klienten zu bleiben, wodurch sich der Klient häufig sehr verstanden fühlt . Mit der Frage: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann (und hier folgt die Zusammenfassung der Klientenschilderung) baut der Coach auch eine Feedbackschleife ein, mit der er sich versichert mit dem Klienten auf dem gemeinsamen Weg zu sein.

Der Effekt beim Klienten ist folgender: Er fühlt sich von seinem Berater verstanden oder hat die Möglichkeit zu korrigieren. Beides schärft jedoch die Beziehung zum Coach (Joining/Kontakt). Er erhält seine Problemschilderung noch einmal von außen angetragen. Dies eröffnet eine neue Möglichkeit darüber zu reflektieren, schafft also auch wieder Abstand zum Problem und öffnet den Weg in die Metaposition. Anders als im inneren Dialog, obwohl sogar manchmal exakt die gleichen Worte verwendet werden.

Die Unterbrechung des Redeflusses und die Zwischenzusammenfassungen des Coaches verlangsamen den Coachingprozess zwar im ersten Moment, dennoch führen sie schneller zum eigentlichen Kern des Problems bzw. im Sinne der Auftragsklärung zum gewünschten Lösungsbild.

 

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Systemisch fragen: Dissoziative Frage

Juni 2013

Bild: digitalstock.de, Bild Nr. 552635 | Bildautor: H. D

Dissoziative Frage: Was würde ein Unbeteiligter an deiner/Ihrer Stelle tun?

Auch die dissoziative Frage versucht den Klienten in eine Metaposition zu bringen, so dass er durch Distanz zu seinem Problem Ressourcen mobilisiert für die Entwicklung von tragfähigen Lösungen.

Viele kennen das, hat ein Freund ein Problem, hat man schnell gute Vorschläge, was helfen könnte. Hat man selbst das Problem, so steht man manchmal wie der Ochs vorm Berg. Die vorhandene Lösungskompetenz für das eigene Problem zu nutzen scheint versperrt. Der Umweg in die Rolle eines Unbeteiligten zu schlüpfen, schafft Distanz zum eigenen Problem und Lösungen werden wieder möglich.

 

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Outdoortraining systemisch

April 2013

Outdoor-Training aus systemischer Sicht
von Julia Kohlmann

 

 

Einleitung:
Wenn wir die Welt betrachten, können wir nicht auf die Brille sehen, durch die wir schauen. Erst der Blick auf diese Brille ist aber die Voraussetzung dafür, systemisches Denken zu verstehen.

Unsere Welt hat sich in den vergangenen Jahrzenten stark verändert. Die Problemlösungen auf der Basis linearer und mechanistischer Denkmodelle sind nicht mehr möglich (Die Funktionslogik von Maschinen ist die lineare Kausalität: hier Ursache – dort Wirkung). Heute wissen wir, viele Probleme entstehen überhaupt erst, weil wir versuchen diese linear oder mechanistisch zu lösen. Das betrifft sowohl Probleme des Klimawandels, soziale Konflikte, die wirtschaftliche Entwicklung im Informationszeitalter, als auch Fragen der Globalisierung. Die neue Welt braucht auf die immer komplexer werdenden Fragestellungen und Probleme neue Antworten und Denkansätze. Sie ist keine Maschine und daher auch nicht mit der Logik einer Maschine gestaltbar. Systemisches Denken kann in dieser Situation hilfreich sein.

Daher möchte ich im Folgenden versuchen, einen ersten Überblick über die Einbindung und den Nutzen von Outdoor-Trainings innerhalb der betrieblichen Bildung geben. Und diese dann aus systemischer Sicht beleuchten.

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