23Sep/110
Veraenderungen
In dieser Woche gab es eine Reihe von Nachrichten, die Veränderungen in der Kreditwirtschaft und in der Gesellschaft anzeigen.
- In der FAZ (#219) gab es einen Artikel zum Thema "nachhaltige Banken" ( Kritische, gebildete Großstädter suchen Alternativbanken ) Es wurde - hauptsächlich am Beispiel GLS Bank - dargestellt, wie ein bisher noch sehr kleiner Teil der Gesellschaft auch beim Thema Geldanlage/Kredit nach Nachhaltigkeit in der Wirkung des Handelns strebt. Aber auch die großen Instituten haben einen (Nischen-) Trend festgestellt und beginnen "nachhaltige" Produkte anzubieten.
- Der amerikanische Internet-Konzern Google hat mit dem Rollout seiner elektronischen Geldbörse begonnen. Derzeit ist das Verfahren nur auf dem Google Phone Nexus S und für einen kleinen Kundenkreis in den USA verfügbar. Nichtsdestotrotz wird diese Art des Bezahlen`s auch bei uns den Zahlungsverkehr erheblich verändern und damit die Banken endlich von dieser "Last" befreien!
- Die "Deutsche Bank" verkündete auf Twitter (!) das sie mit 4664 Followern (banken.de) die größte deutsche Bank auf Twitter sei. Auf einer Veranstaltung des Banking Club in Frankfurt wurde allerdings auch deutlich, daß vor allen Dingen engagierte (Online-)Banken mit der Zweiseitigkeit des Mediums 2.0 etwas anfangen und die (meisten) eher konservativen Institute (..unsere Kunden kommen in die Filialen..) an organisatorischen ("haben sie dafür ein Handbuch?") und mentalen ("das muss erst abgestimmt werden") Problemen hängen bleiben!
In der Summe betrachtet, verdeutlichen diese Informationen, daß die Veränderungen durch das Internet auch bei den Kreditinstituten angekommen sind:
- Die Social Media Netzwerke haben - wenn auch derzeit noch an letzter Stelle - Aufnahme in den Kommunikations-Kanon gefunden
- Die Institute beginnen sich zu verändern, wenngleich die Reaktionsgeschwindigkeit noch sehr, sehr langsam bzw. träge erscheint
- Das Bankgeschäft wird sich in den kommenden Jahren, bedingt durch die technologische Revolution a la iPad ebenso verändern wie die Automobilbranche in der Frage der E-nergieversorgung, wenn das Infrastruktur-Problem gelöst ist.
- Der Kunde hat es letztlich mit seinem Verhalten in der Hand, die Veränderung(en) einzuleiten bzw. zu beschleunigen, da die (deutschen) Unternehmen noch recht verhalten reagieren.
- Und der Infrastruktur Geber (Staat) ist, wie das Bespiel LENA zeigt, nicht in der Lage vorausschauend zu agieren.
Wir Deutschen müssen m. E. noch erheblich schneller laufen, um da mitzuhalten !!
Es werden spannende Zeiten auf uns zukommen!
HGO
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